Die Altersvorsorge in Deutschland ist aktuell nicht mehr gesichert, denn durch das zunehmende Lebensalter der Menschen sowie die niedrigen Geburtenraten gerät die gesetzliche Rentenversicherung zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Dies führt wohl dazu, dass Sie im Alter lediglich eine Grundsicherung erhalten werden, mit dem Sie zwar Ihren Lebensunterhalt bestreiten, nicht aber sich Wünsche erfüllen und Reisen unternehmen können.
Da die Bundesregierung weiß, dass Sie Ihnen als Bürger nur eine begrenzte Altersvorsorge bieten kann, werden Sie bei Ihren Bemühungen, eine zusätzliche, private Altersvorsorge auszubauen, unterstützt. Sofern Sie als Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, als Beamter oder Zeitsoldat arbeiten oder aber sich als Selbstständiger für die freiwillige Mietgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung entschieden haben, können Sie die so genannte Riester-Rente nutzen. Sie geht zurück auf den bei Beschlussfassung tätigen Arbeits- und Sozialminister Walter Riester, der die Notwendigkeit privater Vorsorge erkannt hat.
Die Bundesregierung fördert Sie über die Riester-Rente in zwei Bereichen. Zum einen erhalten Sie die staatliche Förderung. Die Grundförderung beträgt bereits seit 2008 154 Euro jährlich, zudem erhalten Sie für jedes Kind, für das Sie noch Kindergeld beziehen, nochmals 185 Euro. Sind Sie sogar junge Eltern und wurde Ihr Kind nach dem 01.01.2008 geboren, wurde die Förderung nochmals erhöht, und zwar auf 300 Euro pro Jahr. Neben der staatlichen Förderung können Sie die Beiträge für die Riester-Rente auch als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Je nach Höhe Ihres Einkommens sind hierdurch nicht unerhebliche Steuereinsparungen möglich.
Die Riester-Rente bietet dabei verschiedene Abschlussmöglichkeiten, so dass für jeden Anleger das passende dabei ist. Sofern Sie ihr Geld sehr sicherheitsorientiert anlegen wollen, können Sie die Riester-Rente als Banksparplan oder als klassische Rentenversicherung nutzen. Bei der Rentenversicherung werden Ihre Beiträge dabei verzinslich angesammelt, gleichzeitig werden Sie an den Renditen der Versicherung, den so genannten Überschüssen, beteiligt. Sowohl die Zinsen bei Sparplänen als auch die Konditionen der Versicherungen unterscheiden sich jedoch erheblich, so dass Ihnen ein Vergleich der Angebote mitunter einige Rendite-Punkte mehr einbringen kann, wodurch sich auch Ihre spätere Rente erhöht.
Als chancenorientierter Anleger hingegen haben Sie bei der Riester-Rente die Möglichkeit, einen Fondssparplan oder eine Fondsgebundene Rentenversicherung abzuschließen. Bei beiden Anlagen erfolgt die Investition Ihrer Sparbeiträge in Investmentfonds, an deren Entwicklung Sie schließlich beteiligt sind. Hierbei ist es jedoch wichtig, erstklassige Investmentfonds zu wählen, um auch hier von hohen Renditechancen zu profitieren. Ein Vergleich zeigt Ihnen, welche Produkte besonders hohe Rendite bieten.
Seit Anfang des Jahres 2009 fördert die Bundesregierung über die Riester-Rente sogar wieder die Schaffung von Wohneigentum. Die so genannte Wohn-Riester oder Eigenheim-Rente kann in Form eines Bausparvertrages oder eines Annuitätendarlehens genutzt werden.
Unabhängig davon, für welchen Riester-Vertrag Sie sich entscheiden, können Sie in keinem Fall am Ende der Laufzeit eine Kapitalauszahlung erhalten, die Kapitalsumme wird vielmehr in eine lebenslange monatliche Leibrente umgewandelt. Weiterhin ist eine vorzeitige Kündigung nur schwer möglich, denn in diesem Fall würden Sie die staatlichen Zulagen verlieren. Vorteilhaft ist jedoch, dass Gelder, die Sie in die Riester-Rente investiert haben, insolvenzgeschützt und Hartz-IV-geschützt sind.